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Report: "Frühlingsgefühle im Internet"
Es wird Frühling und gerade im Wonnemonat Mai, dem Monat der Verliebten, dem Monat der glückseligen Frühlingsgefühle tut sich etwas im Internet. Die Tiere, die es bis jetzt in den Winterhöhlen und -quartieren ausgehalten haben, kommen zurück ans Licht und merken, dass es längst Sommerzeit geworden ist. Auch im Internet tut sich was...

Frühling im Internet - Mails en masse

Doch nicht nur in der Natur, auch im Internet regt sich etwas, dass mehr und mehr Menschen und Firmen aufregt. Studie über Studie trifft in unserer Redaktion ein und berichtet über die Vermehrung des unsäglichen Emailbombardement, die direkten und indirekten Kosten für die Wirtschaft - die Rede ist von dem uns allen bekannten SPAM. Schon jetzt erscheint die englische Benennung für unerwünschte Werbeemails der einzige Kandidat für das "Unwort des Jahres" und noch dazu als aussichstreicher Kandidat für das unbeliebteste Kurzwort weltweit.

In unserer Redaktion - wir haben es nun über einen Monat lang beobachtet und belegt - treffen am Tag rund 65 Emails ein. Davon sind ganze 76% Spam. Der springende Punkt daran ist jedoch kaum die gigantische Quote an sinnlosen, perversen oder idiotischen Werbemails, sondern vielmehr die Tatsache, dass davon 70% an Adressen gesendet werden, die nie veröffentlicht wurden! Spam-Versender nutzen scheinbar standardisierte Prefixe (z.B. info, support, mail) und generieren Emailadressen durch anhängen registrierter Internetdomains. Aus unserer Domain @webmasterkurse.de hat ein entsprechender Algorithmus schnell eine Adresse wie info@webmasterkurse.de generiert und eine Mail losgesendet.

Tricks der "Bösen"

Dabei ist es den Versendern zunächst einmal egal, was sie in der ersten Nachricht an eine solch generierte Adresse bewerben. Wichtig ist vielmehr ein Link, unter dem man sich angeblich abmelden kann. Doch trau, schau wem! Wer den Link anklickt und sich vermeintlich vom Spam erlöst hat, ist in eine hinterlistige und in den Augen vieler Rechtsexperten illegalen Falle getappt. Der Herausgeber des Spams weiss nun, dass die "ausgedachte" Emailadresse funktioniert; Emails den Empfänger erreichen. Auf diese Weise werden neue Adressen für Mailinglisten generiert und unter der Hand weiterverkauft. So kann es auch passieren, dass man eine Spam-Email von einem Versender mehrmals an verschiedene Prefixe erhält. Selbst ohne Bestätigung oder Austragung einer Adresse waren so 5% aller Spam-Emails doppelt und 3% gleich dreifach in unserem Postfach angekommen.

Zweifelhafter Erfolg = Akzeptanz?

Spam verbreitet Nachrichten, die niemand will. Doch es muss sie ja geben - die Nutzer von Sex-Seiten, teuren Spaßvideoprogrammen und kostenpflichtigen SMS-Services, die zumeist in solchen Mails beworben werden. Mein Appell an alle: Kennen Sie den Absender einer Email nicht, löschen sie diese sofort und ohne Zögerrn. So schön der Gedanken an "Mausi" auch ist, die sich angeblich gestern "ich Dich verschossen" hat, es ist nur ein virtuelles Märchen, dass sie letzten Endes rund 2,49& Euro für das "nur für Dich bestimmte Live-Video" zahlen lässt. Umso unglaublicher also, dass nun auch Firmen wie Mc Donalds beschließen, zukünftig Werbung per Email zu machen und auf Postsendungen zu verzichten. Unser Fazit? Die Werbe-Post aus dem realen Briefkasten zu entsorfen dauert zwischen 5 und 50 Sekunden - im Internet ist es in max. 5 Sekunden erledigt. Nicht zu viel ärgern und weiterhin hoffen, dass die in Gang gesetzten Bündnisse von Microsoft & Co. Früchte tragen.

Genießen Sie den Frühling ;-)


In diesem Sinne
Ihr
Sascha Keuler


PS: ...über Kommentare jeglicher Art würde ich mich sehr freuen!

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